the morning light

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The Morning Light
Dieses werk erinnert an jene uralten Kulturen, die nicht die Sonne selbst, sondern ihr Licht, den Augenblick des Aufgangs, verehrten. Für sie war nicht der Himmelskörper das Göttliche, sondern das Erwachen der Welt im ersten Strahl — das ungreifbare Prinzip des Werdens. In vielen frühen Völkern stand der Sonnenaufgang für die Wiedergeburt des Lebens, das Durchdringen der Finsternis durch Erkenntnis.

Im alten Iran entwickelte sich daraus die zoroastrische Religion, eine der ersten monotheistischen Vorstellungen der Menschheit. Ahura Mazda, der „weise Herr“, verkörperte das reine Licht der Wahrheit. Nicht die sichtbare Sonne, sondern ihr ewiges, geistiges Leuchten galt als Ausdruck des göttlichen Prinzips. Licht war hier nicht nur Symbol, sondern Substanz des Seins — Ursprung allen Guten.

Ähnliche Gedanken finden sich im indischen Denken wieder. Im Hinduismus ist Brahman das eine, absolute Sein, das sich in allem manifestiert. Atman, das Selbst im Menschen, ist kein anderes als Brahman selbst —
wie ein Sonnenstrahl, der untrennbar vom Licht der Sonne bleibt. Der Moment des Sonnenaufgangs erinnert an dieses innere Erwachen: das Erkennen, dass das Licht in uns und das Licht der Welt ein und dasselbe sind.
Ähnliche Gedanken finden sich im indischen Denken wieder. Im Hinduismus ist Brahman das eine, absolute Sein, das sich in allem manifestiert. Atman, das Selbst im Menschen, ist kein anderes als Brahman selbst — wie ein Sonnenstrahl, der untrennbar vom Licht der Sonne bleibt. Der Moment des Sonnenaufgangs erinnert an dieses innere Erwachen: das Erkennen, dass das Licht in uns und das Licht der Welt ein und dasselbe sind.
So verbindet sich die uralte Verehrung des Sonnenlichts mit der mystischen Idee des Einen, das sich in der Vielheit spiegelt. Alles, was entsteht, ist nur Ausdruck desselben Ursprungs. Der Aufgang der Sonne wird so zum Bild des ewigen Kreislaufs: aus dem Einen geboren, in das Eine zurückkehrend — Licht, das sich selbst erkennt.















